Zukunft der Karrierebegleitung in Isny gesichert

Das Projekt „Brückenbau“ an der Verbundschule am Rotmoos in Isny ist seit dem Jahreswechsel organisatorisch an das Bildungszentrum des Stephanuswerks angegliedert. Die Zukunft der Karrierebegleitung am Übergang von der Schule ins Berufsleben ist damit gesichert. 

Die Stadt Isny, die Verbundschule am Rotmoos, das Bildungszentrum des Stephanuswerks und der Verein Kinder- und Jugendarbeit Isny kooperieren zur Fortführung dieses Angebots. Die Gründe für die Veränderung erklärte Matthias Hellmann, Geschäftsführer des Vereins Kinder- und Jugendarbeit, in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am vergangenen Montagabend.

Seit 2017 unterstützt und begleitet eine Karrierebegleitung Schülerinnen und Schüler der Verbundschule Isny bei der Orientierung im Berufsleben und bereitet sie ergänzend zu den unterrichtlichen Angeboten auf den Bewerbungsprozess vor. Bislang war die pädagogische Teilzeitstelle beim Verein Kinder- und Jugendarbeit angesiedelt und die Stadt Isny, der Verein Kinder- und Jugendarbeit, der Förderverein der Verbundschule, die Schule und die Bundesagentur für Arbeit kamen für die Kosten der Teilzeitstelle auf.

Die Agentur für Arbeit trug dabei den größten Anteil mit 50 Prozent der Gesamtkosten. Zuletzt stand diese Förderung auf der Kippe, weil die Agentur bei allen Leistungs- und Zuschuss-Empfängern ein AZAV-Zertifikat (AZAV = Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) vorschreibt. Während das Bildungszentrum des Stephanuswerks über eine solche Zertifizierung verfügt, wäre es für den Verein Kinder- und Jugendarbeit laut Hellmann mit hohen Hürden verbunden gewesen, sich dem aufwändigen und kostenintensiven Verfahren zu unterziehen.

Deshalb übernahm das Bildungszentrum des Stephanuswerks nun die Funktion des Anstellungsträgers. „Das Brückenbau-Projekt ist wichtig, um junge Menschen fürs Berufsleben fit zu machen und ich bin froh, dass das Bildungszentrum hier unterstützen kann“, sagt Beate Kamp, Bereichsleitung Bildungszentrum. Finanziert wird die Karrierebegleitung weiterhin auch von der Stadt Isny, die 40 Prozent der Kosten übernimmt. Bürgermeister Rainer Magenreuter zeigt sich zufrieden: „Wir sind sehr froh, dass wir eine gute Isnyer Lösung gefunden haben.“ Auch Wanda Rhose, die Schulleiterin der Verbundschule, äußerte sich positiv. Das Angebot der Karrierebegleitung habe dazu beigetragen, dass die Verbundschule das Berufswahlsiegel BoRis für herausragende berufliche Bildung erhalten habe. (Text + Bild: Michael Panzram)