Am 9. und 10. Juli 2025 fand die 53. Arbeitstagung der Deutschen Rentenversicherung, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und der Bundesagentur für Arbeit mit den Berufsförderungswerken, Einrichtungen der Reha-Phase II und den Beruflichen Trainingszentren (BTZ) Baden-Württembergs im Bildungszentrum Stephanuswerk Isny statt.
Zwei Tage lang trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Kostenträger und Leistungserbringer zum fachlich zielorientierten Austausch – offen, konstruktiv und auf Augenhöhe. Dabei wurde deutlich: Unterschiedliche Perspektiven und Strukturen bereichern die gemeinsame Arbeit – denn im Zentrum steht für alle die bestmögliche Teilhabe und individuelle Begleitung von meist jungen Erwachsenen am Eintritt oder Wiedereintritt ins Berufsleben.
Das Bildungszentrum Stephanuswerk Isny bot für die Tagung nicht nur eine besondere Kulisse mit seiner schönen Lage im Allgäu, sondern auch ein gastfreundliches Umfeld, das von vielen Teilnehmenden besonders hervorgehoben wurde. „Die Atmosphäre war herzlich, wertschätzend und geprägt von gegenseitigem Interesse – das macht den Unterschied“, resümiert Beate Kamp, Bereichsleitung des Bildungszentrums.
Seit Jahrzehnten gestaltet das Bildungszentrum ganzheitliche Bildungswege – von der berufsvorbereitenden schulischen Förderung an der Georg-Kerschensteiner-Schule über begleitete Jugendhilfeangebote bis hin zur beruflichen Qualifizierung und Rehabilitation. Mit modernen Konzepten, erfahrenen Fachkräften und starken Netzwerken in die Wirtschaft entstehen hier passende berufliche Perspektiven für jede und jeden.
Der erste Tag stand im Zeichen aktueller Entwicklungen, struktureller Konzepte und fachlich fundierter Diskussionen, etwa zu Fragen der Nachbetreuung. Auch nach dem offiziellen Programm wurden die Gespräche beim gemeinsamen Abendessen fortgesetzt – engagiert und bis in die späten Abendstunden.
Der zweite Tag setzte bewusst auf praktische Erfahrung: Das Bildungszentrum stellte ausgewählte Elemente aus dem Assessment zur Eignungsabklärung und Arbeitserprobung für Umschulende und Auszubildende vor. Die Tagungsteilnehmenden konnten sich dabei selbst in Aufgaben aus den Bereichen Elektronik, technisches Produktdesign/Metall und kaufmännische Berufe erproben. Besonders positiv aufgenommen wurden die fachliche Kompetenz, die klare pädagogische Ausrichtung und die spürbare Begeisterung der Ausbildenden. Die Selbsterfahrung wurde als wertvoller Perspektivwechsel empfunden und regte zur Reflexion an.
„Wir wollten nicht nur zeigen, was wir tun – sondern erlebbar machen, wie es sich anfühlt, in einem Reha-Prozesses zu stehen. Das ist der Schlüssel für echtes Verständnis und Qualität in der Zusammenarbeit“, erklärt Beate Kamp.
Im gemeinsamen Abschluss wurden offene Fragen gesammelt, Erfahrungen geteilt und konkrete nächste Schritte abgestimmt. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus – sowohl zur fachlichen Qualität der Tagung als auch zur Organisation und Atmosphäre vor Ort.
Das Bildungszentrum Stephanuswerk Isny blickt dankbar auf zwei gelungene Tage des Austauschs zurück. Es war ein starkes Signal für gemeinsames Lernen, Offenheit und eine Reha-Landschaft, die Menschen in den Mittelpunkt stellt und Fachkräfte nachhaltig in den Arbeitsmarkt entlässt.
Bildunterschrift:
Gemeinsam für berufliche Teilhabe: Die Teilnehmenden der 53. Arbeitstagung im Bildungszentrum Stephanuswerk Isny.