80 Jahre Gemeinschaft und Perspektiven

Torte zum 80-jährigen Jubiläum des Stephanuswerk Isny

Regionaldirektor Mario Dusemund bei der Begrüßung

Pfarrer Dietrich Oerhing beim Grußwort

Isny´s Bürgermeister Rainer Magenreuter beim Grußwort

Tortenanschnitt

Rollstuhltanzgruppe beim Jubiläums-Sommerfest des Stephanuswerk

Stephanuswerk feiert 80-jähriges Jubiläum

Isny, 29.06.2026 – Mit einem feierlichen Festakt und dem traditionellen Sommerfest, hat das Stephanuswerk am vergangenen Freitag sein 80-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Gäste aus der Region sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft und sozialen Einrichtungen, kamen in Isny zusammen, um gemeinsam die Entwicklung vom Versehrtenheim zum modernen Kompetenzzentrum für Teilhabe, berufliche Rehabilitation und ganzheitliche Bildungswege zu würdigen.

Rückblicke auf acht Jahrzehnte Engagement
Den Auftakt der Jubiläumsfeier bildete ein feierlicher Festakt. 
Mario Dusemund, Regionaldirektor des Stephanuswerks hob in seinem Grußwort die besondere Bedeutung in der Region über acht Jahrzehnte hervor. „Aus einem Heim der Fürsorge, ist ein Ort der Chancen geworden“ erklärte Dusemund. Dies sei das Ergebnis jahrelangen Engagements von Mitarbeitenden, Unterstützenden und Kooperationspartnern.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um Einsparungen der Bundesregierung in der Eingliederungshilfe, betonte Dusemund: „Finanzielle Entlastungen an einer Stelle führen häufig zu erheblichen Mehrbelastungen an anderer Stelle. Werden Leistungen eingeschränkt oder Zugangsvoraussetzungen verschärft, verschwinden die Bedarfe der Menschen nicht.“ Die Herausforderungen würden sich lediglich zu Kommunen, Familien oder den Betroffenen selbst verlagern. 

Lorenz Rhades hielt stellvertretend für alle Klientinnen und Klienten ein Grußwort. Er zog 2024 im Stephanuswerk ein und berichtete von vielen neuen Freundschaften und der Unterstützung, die er im Alltag erfahre. Gleichzeitig richtete er einen Wunsch an Politik und Gesellschaft: Für die Zukunft wünsche er sich mehr Personal, damit noch häufiger gemeinsame Ausflüge und Freizeitangebote ermöglich werden könnten.

Auch Dietrich Oehring, leitender Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Isny sowie Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter würdigten die langjährige Arbeit des Stephanuswerks. „Das Stephanuswerk ist ein fester Pfeiler unserer Isnyer Gemeinschaft und des Allgäus“ erklärte Magenreuter. Beide hoben die Bedeutung der Einrichtung für die Region und das Gemeinwesen hervor und dankten denjenigen, die das Stephanuswerk über Jahrzehnte hinweg geprägt und weiterentwickelt haben. Bürgermeister Magenreuter betonte dabei: „Die enge Verbundenheit mit der Stadt und der Region ist ein wichtiger Gewinn für das soziale Miteinander und ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Jörg Schneider, betonte in seinem Grußwort die Leistung der Beschäftigten, die den Wandel der Einrichtung über Generationen hinweg mitgetragen und gestaltet haben. Diese Erfolgsgeschichte des Stephanuswerk sei maßgeblich ihrem täglichen Engagement zu verdanken.

Traditionelles Sommerfest rundet Jubiläum ab
Im Anschluss an den Festakt ging die Feier in das traditionelle Sommerfest über, welches ebenso fest zur Geschichte des Stephanuswerks gehört. Ein abwechslungsreiches Programm, musikalische Unterhaltung, kulinarische Angebote sowie kühle Erfrischungen, sorgten bei den heißen Temperaturen für eine fröhliche Atmosphäre und viele Begegnungen zwischen Klientinnen und Klienten, Gästen, Mitarbeitenden und Partnern.

Das Stephanuswerk bedankt sich bei allen Gästen, Kooperationspartnern und Mitarbeitenden für die langjährige Unterstützung, ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Für Interessierte, die sich ein ausführliches Bild über die Geschichte des Stephanuswerks machen möchten, empfiehlt sich die aktuelle Sonderausstellung „(K)eine Insel“ im Isnyer Schlossmuseum.